Werkstatt-Blues

Ein smarter Unternehmer erlebt eine erotische Überraschung.

 

 Ich habe mir das Sanierungskonzept angesehen, Hans! Das sind überzeugende Argumente, meine ich.“

Nun ist aber gut! Ich dreh` den Laden zu! Was soll das überhaupt, bist du unter die Samariter gegangen? Als Menschenfreund kannte ich dich bislang noch gar nicht! Das sind so Sachen!“

Du vergibst dir ja nichts, Hans! Lass die mal das durchziehen! Wenn` s nicht laufen sollte, kannst du immer noch den Stecker ziehen! Die haben mir versichert, dass die wichtigsten Lieferanten schon quasi zugestimmt haben. Nun liegt es nur noch an dir!“

Thema durch! Morgen muss ich sowieso nach Frankfurt, dann nehme ich das gleich mit, liegt ja auf dem Weg! Sonst noch etwas?“

Das war so weit alles, Hans! Schlaf` noch mal darüber! Wäre irgendwie schade um den kleinen Betrieb!“

Ja, ja! Tschüss!“

Tschüss!“

Dass ich nicht lache! Es ist doch immer wieder dasselbe: Fünf nach zwölf haben die Herrschaften dann die guten Ideen! Hätten mal nicht auf ihren faulen Hintern sitzen sollen, sondern aktiv und innovativ den Betrieb führen die sogenannten Herren und Damen Manager.

Mir kann man da nichts vormachen! Wenn eine Firma vor die Hunde geht, dann sind meistens exakt jene Manager schuld daran, die kurz vor Sperrstunde mit den `überzeugenden Argumenten` einreiten!

Ohne mich!

Die dreihundert Beschäftigten sind schon mal dem Amt für Arbeit avisiert. All das Gequatsche von wegen Sozialplan, soziale Härten abfedern, Arbeitsstiftungen und so weiter sind schöne Spielereien, um das Gewissen diverser Entscheidungsträger zu beruhigen, ändern aber nichts an der Tatsache, dass der Markt die Regeln macht und nicht die Politik oder hochgelobte Manager.

Ich bin Käufer. Ich bin Verkäufer.

Ich betreibe dieses Metier mit tiefer Leidenschaft.

Das Lustgefühl, das mir ein gelungener Coup verschafft, kann mit nichts anderem mithalten, was das Leben sonst noch so zu bieten hat…..“

 

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