Ihr Wille geschehe

Die Ehe von Sabine und Sebastian erschöpft sich in Routine und Langeweile. Sebastian ahnt nicht, dass seine Frau einen radikalen Entschluss gefasst hat, um ihrer gemeinsamen Liebe neue Nahrung und Zukunft zu verleihen. Sie wagen den entscheidenden Schritt und erkunden ein unbekanntes, erotisches Reich, das geheimnisvolle, faszinierende Lust offenbart, die nur demjenigen zuteil wird, der sich an seine physischen wie psychischen Grenzen führen lässt.

 

 

ihr_wille_geschehe_cover_for_kindle„Ach du meine Güte, das kann wieder was werden! Wie es mich ermüdet, wie es mich langweilt, und dennoch kann ich nicht aus! Ist ja mein Geburtstag, und Sabine wird all das inszenieren, was sie eben jedes Jahr liebevoll und wahrscheinlich mit den allerbesten Absichten arrangiert. Öder geht es nicht mehr, nein! Unsere Beziehung erstarrte mit den Jahren in Routine und Langeweile. Müßig, darüber nachzudenken, wann dieser schleichende Prozess seinen Anfang nahm. Tatsache ist, heute und jetzt, gibt es einfach kein Feuer, keine Leidenschaft mehr, nichts Neues, nichts Aufregendes, bloß Gewohntes, Bekanntes. Als hätten wir beide uns unausgesprochen darauf geeinigt, in exakt dieser faden Gangart unsere Liebe zu konservieren nach dem Motto: Wenn wir uns ruhig verhalten und sichere und ausgetretene Pfade abschreiten, wird unsere Beziehung ewig andauern.

Natürlich kann man auf diese Weise jahrelang zusammenbleiben! Aber um welchen Preis?

Ich denke an sie und weiß, dass sie ähnliche Gedanken plagen. Was ist aus uns geworden, Sabine?

Heute also: Wieder so tun müssen, als wäre ich überrascht, staunend und gut gelaunt über den kleinen Gabentisch blickend, dann Sabine herzhaft und innig küssen, mehrmals, `Danke, danke dir, Schatz!`, murmeln, schließlich ihr `Ich liebe dich` ins Ohr flüstern. Wie es mich ankotzt! Wie es mich ärgert, stört und aufregt. Alles einerlei, alles gefühlte hunderte Mal erlebt, erfahren, erduldet und erlitten.

Zu guter Letzt der Geburtstags-Sex. Wir sind also zärtlich. Hoffentlich bringe ich das halbwegs anständig über die Bühne!

Verflixt, Sabine, muss das denn sein?

Ob ich mir vorher noch einen hinter die Binde gießen soll?

Wir haben doch früher anders gelebt, ohne Sicherheiten, ohne Netz, ohne doppeltem Boden, und wir haben es genossen! Heute, klar, was will ich denn? 8 to 5 im Großraum-Büro, Stress und Termindruck, wie soll ich da zuhause dann fröhliche, freundliche Nasenlöcher machen? Anfangs habe ich mich noch verstellt und Interesse geheuchelt, was Sabine, so spürte ich, augenblicklich durchschaut hat, es jedoch über sich ergehen ließ, einem unausgesprochenem Einverständnis geschuldet, unsere Beziehung am Laufen zu halten, was auch immer dazu vonnöten wäre….“

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